Geschichte

Die etwa 1400-jährige Geschichte unseres Ortes ist bei aller Lieblichkeit der Landschaft doch geprägt vom Kampf und der Widerstandskraft seiner Einwohner. Durch die Lage des Ortes in einem tief eingeschnittenen, engen Tal war das Dorf immer wieder den Unbilden der Natur durch Vermurungen und Hochwasserkatastrophen ausgesetzt.Durch seine Grenzlage stießen wiederholt feindliche Völker in unser Gebiet vor. Schon die slawische und fränkische Bevölkerung, die das Tal im 7. Jahrhundert besiedelte, wurde wiederholt von den Magyaren bedrängt.

 

So diente die im 11.Jahrhundert erbaute Burg von Anfang an der Verteidigung der Ostgrenze des Reiches. Die ursprünglich romanische Kirche, die gewiss schon einen älteren Holzbau ersetzte, war wohl auch Grablege der Herren von Feistritz. Aus dieser romanischen Kirche stammt noch das gut erhaltene Fresko im Altarraum mit Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard.

 

 

 Im 15. Jahrhundert wurde sowohl die Burg als auch die Kirche im Gotischen Stil umgebaut. Aus derselben Zeit stammt auch der interessante wehrhafte „Thurnhof“ (ursprünglich wohl „Turmhof“, Nr.32). Unter dem Adelsgeschlecht der Rottaler, deren kunstvolle Grabsteine an der Außenmauer der Pfarrkirche zu sehen sind, wurde das Gotteshaus zu einer Wehrkirche ausgebaut, wie kleine Luken und Schlüsselscharten im Dachgeschoß und die schwere, eisenbeschlagene Sakristeitür beweisen.

 

Wiederholt berannten türkische Horden vergeblich die Burg (1529, 1536, 1572, 1683). An eine schreckliche Pestepidemie erinnert die schöne barocke Mariensäule auf dem Kirchenplatz (1713). 1805 und 1809 plünderten Franzosen den Ort. Der ursprüngliche Friedhof rund um die Pfarrkirche wurde 1840 in den Dorfgraben verlegt, wo der legendenumwobene Fürst Josef Maria Ludwig von Sulkowski 1892 seiner jung verstorbenen Geliebten Louise Vecseghy ein neugotisches Mausoleum errichten ließ. Als großzügiger Mäzen und Förderer des Ortes erwies sich Henry H. Reichhold, der 1965 die Burg erwarb und zu einem Seminar- und Kulturzentrum für Musik- und Hobbykurse ausbaute.

 

Am 09. März 2004 hat die NÖ Landesregierung der Gemeinde das Recht zur Führung des heutigen Gemeindewappens verliehen. Die Urkunde ist vor dem Eingang in die Gemeindekanzlei angebracht und beschreibt , wie das Wappen auszusehen hat:
„In Grün über einem erniedrigten, silbernen Wellenbalken eine silberne, rotbedachte Burganlage mit schwarzen Fenstern und Schießscharten, linksstehendem mächtigem Wehrturm und zwei den Hauptbau flankierenden, verschieden hohen Rundtürmen, im Schildfuß ein goldenes Kleeblattkreuz. Die aus diesem Wappen abzuleitenden Farben der Gemeindefahne sind Gelb-Grün-Weiß.“
Unterschrieben wurde diese Urkunde von LH Erwin Pröll und der LH-Stv. Heidemaria Onodi.